02/10 | 01/10
12/09 | 11/09 | 10/09 | 09/09 | 08/09 | 07/09 | 06/09 | 05/09 | 04/09 | 03/09 | 02/09 | 01/09
12/08 | 11/08 | 10/08 | 09/08 | 08/08 | 07/08 | 06/08 | 05/08 | 04/08 | 03/08 | 02/08 | 01/08
Active Child: She Was A Vision
Sonntag, 31.1.2010
Über Actice Child existieren
unzählige (auch deutschsprachige) Blogeinträge, die meisten
seltsam diffus und um allerlei Vergleiche bemüht. Und in England
findet gerade so etwas wie ein kleiner Hype statt, mit ein bisschen
Airplay und Artikeln in Online- und Print-Magazinen bis hin zum NME.
- Active Child kommt aber aus den USA, genauer gesagt aus Los Angeles,
und den Singular wähle ich, weil sich's um keine Band handelt,
sondern um das Ein-Mann-Projekt von Pat Grossi. Was der vorher gemacht
hat, weiß ich nicht - das Googeln habe ich schnell wieder aufgegeben,
denn da wimmelt's nur so von Namensvettern. Offizielle Releases sind
noch rar, dafür hat Grossi, der auf Fotos so wenig hyperaktiv wirkt
wie seine Songs, als Active Child ein paar Cassetten in Miniauflagen
herausgebracht. "She Was A Vision" hingegen ist am 12. Januar
im UK beim Mini-Label und Blog-Ableger Transparent als limitierte 7''-Pressung
(weißes Vinyl) erschienen. - Und da bin ich, was den Künstler
angeht, auch schon mit meinem Latein am Ende, denn auf seiner Homepage
findet man unter "About" neben der Möglichkeit, einen
Kommentar zu hinterlassen, nur den Hinweis, dass mehr Infos bei MySpace
zur Verfügung stünden - wo aber im Hinblick auf Biographisches
ebenfalls Ebbe herrscht. Also zur Musik und den eingangs erwähnten
Vergleichen, die irgendwie alle daran scheitern, dass man Grossis eigentümlichen,
ruhigen, mal sphärischen, mal "kathedralen" Dream-Pop
eigentlich mit nichts vergleichen kann, auch wenn ich mich hier und
da ganz leise an US-Liedgut zwischen Flower Power und Psychedelic aus
der zweiten Hälfte der 60er erinnert fühle, und zwar eher an die
New Yorker als an die kalifornische Stilrichtung. Kaum zu glauben, dass
es sich hier um typische Schlafzimmerproduktionen handelt, die überdies
im Alleingang eingespielt wurden! Was da mal draus wird - ja, keine
Ahnung, aber ich behalt's voller Neugierde im Auge...
David and Robbo: Sudden Movement (Original Mix)
Sonnabend, 30.1.2010
Gut, das wird dann heute wohl mal wieder einer der
kürzeren Beiträge, denn über David and Robbo
ist im Web so gut wie nichts zu finden. Die haben noch nicht einmal
eine Seite bei MySpace, dafür eine nicht so sonderlich aussagekräftige
bei bebo.com - wo ich erst Mitglied werden müsste, um die zwei
vorhandenen Fotos in verwertbarer Auflösung zu sehen. Ach nee,
da verzichte ich dann lieber doch aufs hier sonst übliche Interpretenfoto!
- Aus dem schottischen Glasgow kommen die beiden (vielleicht deshalb
der Geiz, was verwertbare Informationen angeht), dort betätigen
sie sich schon ein Weilchen als DJs und legen vorwiegend Tech Trance,
aber auch Tech House und Techno auf. An eigenen Produktionen haben sie
sich in der Vergangenheit eher spielerisch versucht, nun haben sie mal
richtig Ernst gemacht und wagen sich mit "Sudden Movement"
an die Öffentlichkeit. Der Titel erscheint am 4. März zusammen
mit einem Remix von Mauguzun alias Mauricio Unzueta Gubernati bei Pro
State Digital Recordings, dem Label von Matt Watering (Plymouth), besser
bekannt als DJ H2O. Gelungenes - ach was: verheißungsvolles Tech-Trance-Debüt!
- Ja, und das war's auch schon für heute. Ich hoffe dann mal, dass
der morgige Beitrag in der Rubrik "Außergewöhnliches"
nicht so außergewöhnlich kurz ausfällt...
Giorgos Gatzigristos: Integer (Original Mix)
Freitag, 29.1.2010
Einen Namen wie Giorgos Gatzigristos
verwende ich in Texten und Code sicherheitshalber nur per c&p, und
dass sich meine Gedanken, als ich ihn zum ersten Mal hörte, in
Richtung Athen, Akropolis und Souflaki (für alle Klugscheißer:
Souvláki) bewegten, wird mir hoffentlich niemand verübeln.
Obwohl ich das mit dem Souflaki nicht ganz verstehe, denn ich bin ja
Vegetarier... - Bloß dass (c&p) Giorgos Gatzigristos gar nicht
aus Griechenland stammt, sondern aus dem niederländischen Nijmegen
in der Provinz Gelderland, wo er sogar das Licht der Welt erblickt hat.
Dort ist er als Teenager im Club Doornroosje - das übersetze
ich jetzt, obwohl ganz gut des Niederländischen mächtig, mal
nicht - mit elektronischer Musik in Berührung gekommen, und dann
hat's gar nicht mehr so lange gedauert, bis er selbst als DJ durch die
Clubs gezogen ist und aufgelegt hat. Im Juni 2004 ist sein erster Track
veröffentlicht worden, wenn auch nur auf einer Split-Single, die
er sich mit seinem Kumpel Piet van Dongen teilen musste. Es folgten
einige Releases beim Kompakt-Ableger K2, und ehe er sich dann ganz auf
die Musik konzentriert hat, hat er noch rasch an der heimatlichen Radboud
Universität seinen Abschluss
in Managementwissenschaften hingelegt. Inzwischen ist die Liste
seiner Releases ziemlich lang, rund ein Dutzend weiterer eigener Titel
und Remixe sind bereits unter Dach und Fach gebracht und werden in den
nächsten Monaten erscheinen. - Stilistisch bewegt sich Giorgos
im House-Bereich, meist Unterabteilung Progressive mit leichtem Hang
zu Minimal. Davon zeugt auch "Integer", ein Track, der irgendwie
das Kunststück fertigbringt, ein bisschen dunkel und gleichzeitig
lässig-entspannt zu klingen. Erschienen ist er am 25.11.2009 zusammen
mit "Latent Presence" und "Mutila" auf der "Integer
EP" beim von Eelke Kleijn betriebenen niederländischen Label
Outside The Box Music. Gefällt mir nicht nur des Veröffentlichungsdatums
:-) wegen richtig gut, und darum ist er hier heute Track des Tages!
The Vanish: Hold On
Donnerstag, 28.1.2010
"Australien!" schoss es mir beim ersten Anhören
schon nach ein paar Takten durch den Kopf, und als ich dann auf der
MySpace-Seite von The Vanish gleich neben dem Foto die Standortangabe
"New York City" fand, war ich doch ein klein wenig irritiert.
Wie kann ein Duo, das ich spontan in einen Topf mit den Midnight Juggernauts
oder den Presets stecken möchte, aus den USA stammen?! - Tja, kann
es eben doch, und das ganz besonders, wenn die beiden Protagonisten
zwar in New York leben, aber aus Australien stammen. Dort haben Peter
Enestrom (voc, g, keyb) und Michael Elmgreen (b, keyb) schon in jungen
Jahren gemeinsam in allerlei Punk-Bands gespielt. Später hat's
die beiden "arbeitstechnisch" nach New York verschlagen, und
2008 beschlossen sie, ihre Schreibtischjobs zu kündigen und sich
fortan ganz der Musik zu widmen. Stilistisch ordnen sie sich selbst
unter "a boiling fusion of post-punk, nu-wave and electro"
ein und behaupten gar, Peters Gitarrenspiel orientiere sich an The Clash,
aber das ist natürlich alles dummes Zeug :-), denn die machen ganz
einfach stark australisch klingenden Electro-Pop, und zwar der Güteklasse
A! - "Hold On" geistert schon ein Weilchen durchs Web und
wird speziell im UK bei diversen Radiostationen gespielt, erscheint
offiziell aber erst im Februar als Debütsingle beim britischen
Label Eye Industries. Dafür, dass The Vanish in vielen (auch deutschen)
Blogeinträgen auftauchen, finde ich die derzeit im alleruntersten
dreistelligen Bereich angesiedelten Klickzahlen des "Videos"
bei YouTube ziemlich enttäuschend. Das wird sich aber hoffentlich
ändern, wenn die beiden, wie bei MySpace angekündigt, 2010
verstärkt durch die USA und Australien touren (wobei sie sowohl
DJ-Sets als auch "richtige" Konzerte abliefern). Ebenfalls
im Laufe dieses Jahres soll ihr erstes Album erscheinen.
Brasstronaut: Requiem For A Scene
Mittwoch, 27.1.2010
Für Bläsersätze und auch den solistischen
Einsatz von Blech- und Holzblasinstrumenten hab' ich ja schon immer
ein Faible gehabt, sei's im Pop, sei's im (Jazz-)Rock. Selten aber habe
ich jemanden so schön und ausdrucksvoll die Trompete und vor allem
das Flügelhorn spielen hören wie Bryan Davies von der kanadischen
Band Brasstronaut. Die ist 2007 in Vancouver in Viererbesetzung
mit Davies, Edo Van Breemen (voc, keyb), John Walsh (b) und Brennan
Saul (dr, perc) vom Stapel gelaufen und wird bei Wikipedia noch immer
als Quartett geführt, nennt aber auf der eigenen MySpace-Seite
auch noch Tariq Hussain (g und lap steel guitar, hierzulande "Hawaii-Gitarre"
genannt) und Sam Davidson (EWI,
Klarinette) als feste Mitglieder. Eine EP namens "Old World Lies",
2008 bei Unfamiliar Records erschienen, haben Brasstronaut bislang vorzuweisen,
am 1. März laut Bandankündigung bzw. am 23. März lt.
Homepage von Unfamiliar Records wird nun endlich das Debütalbum
"Mt. Chimaera" erscheinen. Das werde ich dann auch zum Anlass
nehmen, die Band noch einmal etwas ausführlicher vorzustellen,
weil - heute bin ich ein klein wenig in Eile. - "Requiem For A
Scene" ist einer von vier Titeln der erwähnten EP und schon
sehr typisch für das musikalische Schaffen der Kanadier, die ab
Mitte Februar auf eine ausgedehnte Tournee quer durch Kanada und die
USA gehen. Der vordergründige Frohsinn ist nicht so sehr ihre Sache,
an Moll-Akkorden herrscht kein Mangel. Seltsamerweise kamen mir beim
ersten Hören spontan die frühen Songs von Al Stewart in den
Sinn, der ähnliche Melodiestrukturen verwendet, diese freilich
in ein ganz anderes und vor allem glatteres Soundgewand gekleidet hat
- also jetzt um Himmels willen nichts à la "Year Of the
Cat" erwarten! Viel tiefgründiger, rauer und dunkler präsentieren
Brasstronaut ihre Titel, mit einer Prise Tom Waits (gar nicht auf den
Gesang bezogen) und im Falle von "Requiem For A Scene" mit
einem tollen Video, das die Stimmung des Songs kongenial umsetzt.
Ocelot: Our Time
Dienstag, 26.1.2010
An Daft Punk mit ihren sechs- und siebenstelligen Videoklickzahlen
traue ich mich ja, siehe Seitenmotto oben, nicht so richtig ran, also
stelle ich doch einfach mal einen Track vor, der zwar nicht von Daft
Punk stammt, aber genau wie ein Daft-Punk-Stück klingt :-). - Ocelot,
nicht zu verwechseln mit dem US-amerikanischen Producer oCeLoT alias
Aaron Peacock, sind ein englisch-amerikanisches Duo, bestehend aus James
Welsh (Leeds) und Cory Kilduff (Austin/Texas). Die kennen sich schon
eine ganze Reihe von Jahren und sind sich erstmals in den USA über
den Weg gelaufen, als James dort einen BMX-Urlaub (was immer man sich
darunter vorzustellen hat) verbrachte. Cory war zu der Zeit Sänger
in einer Electro-Punk-Band namens The Rise, und der hat sich dann auch
James angeschlossen - 2002 haben sie bei Ferret Music den Longplayer
"Signal To Noise" veröffentlicht. The Rise gibt's längst
nicht mehr, Cory und James machen als Ocelot weiter und tauchen schon
seit ein paar Jahren immer wieder mit lobenden Erwähnungen für
ihre Remixe, Bootlegs und Produktionen in diversen Blogs auf. Niemand
kennt die beiden so richtig, aber auf ihre MySpace-Seite haben sich
immerhin schon über 400.000 Besucher "verirrt". - "Our
Time" wird hier und da als die erste Single des Duos erwähnt,
und das seit etwa 2008. Ein offizielles Release kann ich nirgendwo entdecken,
aber in einem Blog-Eintrag bei ourtimeunited.com vom 25.12.2009 (der
merkwürdigerweise über Kommentare vom 21. und 24.12. verfügt)
heißt es: "This is our first single, 'Our Time' and we are
very happy to give it out for free." Da können wir alle happy
sein, zumal es den Track dort immer noch als kostenlosen Download gibt.
Enthalten sein wird er auch auf dem für Sommer 2010 angekündigten
Debütalbum "No Requests", das immerhin beim Indie-Giganten
PIAS erscheinen soll. - "All the fun of trance, without all that
trance" lautet das musikalische Motto von Ocelot, und ein animiertes
Gif zu "Our Time" empfiehlt "Take drugs, get drunk".
Vielleicht ist das der Grund dafür, dass ich nirgendwo Fotos der
beiden finden konnte, nicht mal auf ihrer eigenen MySpace-Seite - würde
ich mit derartigen Empfehlungen an die Öffentlichkeit gehen, wäre
ich sicherheitshalber lieber auch nicht identifizierbar :-). Ob "Our
Time" sich bewusst an "One More Time" anlehnt, darüber
kann ich nur spekulieren, so ganz abwegig erscheint es ja nicht. Spekulieren
könnte man auch darüber, ob es Ocelot überhaupt gibt
oder ob sich da nicht Daft Punk einen Spaß - nee, halt, das ist
natürlich nicht mein Ernst! Ist halt ein abolut geiler und
so manchen Gedankenflug anregender Titel, dieses "Our Time"...
Zer-O: Real Time (1984)
Montag, 25.1.2010
Das Foto links zeigt Greg Wilson und ist 1984 entstanden,
dem Jahr der Erstveröffentlichung von "Real Time". Das
Foto rechts stammt aus dem Jahr 2009 und zeigt ebenfalls Greg Wilson.
Und der hat, natürlich, etwas mit "Real Time" zu tun. -
Greg Wilson? Das ist eine der zentralen Figuren der frühen britischen
Electro-Szene, 1960 in Wallasey/Merseyside geboren und seit seinem 15.
Lebensjahr als DJ aktiv. Greg lebte damals in Manchester (heute in Liverpool),
war unter anderem Resident-DJ im legendären Hacienda-Club und mit
seinen Mix-Tapes auch häufig im Rundfunk zu Gast. Ab 1984 hat er
sich verstärkt um die Produktion eigener (und gelegentlich auch
fremder) Titel gekümmert und war Mitglied einer Gruppe namens Broken
Glass, die aus ihm, zwei Tänzern einer ursprünglichen Breakdance-Crew
gleichen Namens sowie Martin Jackson von Magazine und Andy Connell von A
Certain Ratio bestand. Die produzierten dann gemeinsam in einem
kleinen Studio einige Titel für einen Sampler, der die Vielfalt
der UK-Electro-Szene demonstrieren sollte. Nur war die zu der Zeit noch
gar nicht so vielfältig, und um das ein bisschen zu kaschieren,
kamen die Stücke der gleichen Crew unter verschiedenen Interpretennamen
aufs Vinyl: Neben Broken Glass verwendete man noch Foreveraction, Syncbeat
und, womit wir die Kurve kriegen, Zer-O. Bis auf einen
Track von The Rapologists stammten alle Titel auf dem erwähnten
Sampler von der Truppe um Greg Wilson... - "Electro" bedeutete
in jenen Jahren in England hauptsächlich "Electrofunk",
andere elektronische Varianten liefen eher unter "New Wave".
"Real Time" war einer von zahllosen ähnlichen Titeln,
die bald den Markt überschwemmten und schon ein bisschen von amerikanischen
Elementen und dem Erfolg von Gruppen wie der Rock Steady Crew inspiriert
waren. Gelegt wurde damit der Grundstein für die heutige, ungleich
vielfältigere Electro-Szene, und Greg Wilson ist als "Grandaddy
of Electro" (Mr. Scruff) in die Musikgeschichte eingegangen. Auf
seinen Lorbeeren ruht er sich übrigens nicht aus, wie die bei MySpace
für die nächste Zeit angekündigten Auftritte beweisen.
- Tja, ist mal wieder in Richtung "Geschichtslektion" abgedriftet,
der Montags-Beitrag. Auch morgen geht's hier um Electro, dann aber aus
unseren Tagen...
The Knife, in collaboration with Planningtorock and Mt. Sims:
The Colouring Of Pigeons
Sonntag, 24.1.2010
Über "Tomorrow, In A Year", das kommende
Album von The Knife in Zusammenarbeit mit Planningtorock
und Mt. Sims, hat sich das deutsche Feuilleton und,
schlimmer noch, das Möchtegern-Feuilleton schon zur Genüge
ausgelassen, da muss nicht auch ich noch meinen Senf dazugeben. Erscheinen
wird's am 1. Februar digital und am 1. März als Doppel-CD, und
es handelt sich nicht nur um ein Konzeptalbum, sondern eine Oper, die
im Auftrag der dänischen Performancegruppe Hotel Pro Forma entstand
und sich an Charles Darwins "Über die Entstehung der Arten"
anlehnt. - The Knife (links) sind Karin Dreijer Andersson und ihr kleiner
(immerhin sechs Jahre jüngerer) Bruder Olof Dreijer aus dem schwedischen
Stockholm. Das Electronic-Duo macht seit 1999 gemeinsam Musik und ist
nicht nur durch seine Veröffentlichungen, sondern auch durch seine
Kamerascheu und die Weigerung, sich den Mechanismen der Musikindustrie
anzupassen, bekannt geworden. - Planningtorock ist die gebürtige
Engländerin und "gelernte" Violinistin Janine Rostron,
heute in Berlin beheimatet. Die ist mit ihrer auch visuelle Elemente
nicht vernachlässigenden One-Woman-Show und einer gelegentlichen
Brandy-Genuss und viele Kippen nicht verleugnenden Stimme längst
aus dem Underground hervorgetreten. - Mt. Sims, auch als Mount Sims
unterwegs, hat nichts mit den Sims zu tun, sondern heißt wirklich
so, und zwar Matthew Sims. Den gebürtigen US-Amerikaner hat's ebenfalls
nach Berlin verschlagen, wo er als DJ, Musiker und Performancekünstler
ein fester Bestandteil der Szene ist. - "Colouring Of Pigeons"
stammt vom eingangs erwähnten Album und wurde vom YouTube-Hochlader
wegen des 10-Minuten-Limits am Anfang ein wenig eingekürzt - eigentlich
hat der Titel eine Laufzeit von exakt 11 Minuten. Er kommt, großes
Theater, wirklich sehr "opernhaft" daher, ein Kommentator
bei YT spricht von "Audio Orgasm". Ich ertappe mich bei einem
im Hinterkopf gedachten "Darwins 'Entstehung der Arten' - Gott,
Kinder, geht's nicht auch 'ne Nummer kleiner?", würge noch
immer an der Wortakrobatik des Möchtegern-Feuilletons und erinnere
mich vage, dass "Musikjournalist" (...nicht "Musikkritiker"!)
schon zu der Zeit, als ich noch in diesem Metier unterwegs war, als
ausgesprochenes Schimpfwort galt. Ansonsten finde ich "Colouring
Of Pigeons" aber ziemlich beeindruckend.
Wikipedia (deutsch) über The Knife
Wikipedia (englisch) über The Knife
Claes Rosen: Endeavour (Original Mix)
Sonnabend, 23.1.2010
Den heutigen Track des Tages hatte ich vor
gut zwei Wochen versprochen - damals gab's den bei YouTube noch
nicht. Nun ist er da, wenn auch, glaube ich, vorne und hinten nicht
so ganz vollständig. Offizielles Veröffentlichungsdatum ist
der 12. Februar, erscheinen wird der Titel (zusammen mit "Delirious")
beim schwedischen Label Nellie Recordings, das mal mit Trance begonnen
und sich später auf House spezialisiert hat, aber vielfach auch
Titel veröffentlicht, bei denen die Genre-Grenzen ein bisschen
verschwimmen. Das gilt auch und ganz besonders für "Endeavour",
als Progressive House etikettiert, aber mit seinen starken Melodieelementen
und dem fast jazzigen Groove mich alten Sack hier und da doch heftig
an "halb-elektronische" Funk-Jazzer aus den 80ern wie Shakatak
erinnernd. Garantiert nix für Techno-Freaks (jedenfalls nicht für
die, die nichts anderes gelten lassen), aber ein perfekt produzierter,
atmosphärisch dichter Titel voller Wärme, der einfach nur
gute Laune macht und Vorfreude auf Frühling und Sommer weckt. Und
Klaes Rosen, der sich nicht nur aufs Produzieren am PC
versteht, sondern, wie ein paar seiner Videos zeigen, auch ein Keyboard
aufs Vortrefflichste zu spielen weiß, ist ein Vollblutmusiker, der
sein Geld auf vielen musikalischen Feldern verdienen könnte. Möge
er die sortednoise-Besucher und vor allem mich :-) an dieser Stelle noch oft
erfreuen! - Heute brennt's wg. aktueller Ereignisse, die ich auf meinen
profaneren Themen gewidmeten Sites "verwursten" muss, an allen
Ecken und Enden, weswegen ich mich auch schon wieder verabschiede.
Adam Foley: Trip Switch (Original Mix)
Freitag, 22.1.2010
Über Adam Foley, einen Iren in
Manchester, hab' ich schon bei seinem letzten
"Auftritt" am letzten Tag des Jahres 2009 nicht so sehr
viel zu schreiben gewusst. Der Spezialist für die etwas härteren
und gelegentlich auch dunkleren Trance-Varianten haut im Augenblick
eine Produktion nach der anderen raus und ist auch auf diversen Kompilationen
mit seinen Titeln gut vertreten. Als Liebhaber der knackigen Bassdrum
kann ich seinen bei aller Härte auch das melodiöse Element
nie vernachlässigenden Tracks natürlich nicht widerstehen,
und wenn er unter seinen "Freunden" bei MySpace an zweiter
Stelle Prodigy auflistet, dann wird damit auch etwas über seine
Musik ausgesagt, die hier und da durchaus von Rave-Einflüssen geprägt
ist. - Der Original Mix von "Trip Switch" ist am 21. Dezember
zusammen mit einem Remix von Danny Powers bei Discover Dark erschienen,
einem Sub-Label der englischen RecoverWorld Label-Gruppe, das seinerzeit
hauptsächlich für die Veröffentlichung von Trance-Titeln
ins Leben gerufen wurde, die ein bisschen im Techno wurzeln und in der
zweiten Hälfte der Nacht besonders gut zur Geltung kommen. Ganz
starkes Stück von einem, der gerade dabei ist, in die Champions
League der internationalen Producer aufzurücken. - Was sortednoise
für mich manchmal ein klein wenig nervig macht, ist nicht das Schreiben
des täglichen Beitrags - das erledigt ein alter Routinier in höchstens
15, 20 Minuten -, sondern das Einsammeln von Informationen über
den/die jeweiligen Interpreten. Ich schleiche ja noch immer mit Light
DSL und 384 kbit/s durchs Web, und so manche Homepage oder MySpace-Seite
mit diversen Add-ons und voluminösen Grafiken blockiert mein System
mit minutenlangen Ladezeiten. Ähnlich verhält es sich mit
den YouTube-Videos. Eigentlich, so hat mir Ende letzten Jahres ein Techniker
der Telekom verraten, sollte die altertümliche Leitung, die unser
Dörfchen mit dem Knotenpunkt in Ringelheim verbindet, im kommenden
Frühjahr durch ein Glasfaserkabel ersetzt werden, das dann mindestens
16000er DSL erlauben würde. Heute nun höre ich auf einmal
völlig Gegenteiliges à la "in diesem Jahr ganz sicher
nicht". Ja, wie denn nun?!? Werd' ich morgen noch mal etwas genauer
recherchieren, weil - so langsam fängt's richtig zu nerven an...
Yeah Yeah Yeahs: Maps (Elite Force Re-Fix)
Donnerstag, 21.1.2010
Um die Interpreten der Originalversion
von "Maps" geht's hier nur am Rande - die Yeah Yeah
Yeahs aus New York konnten auf iher MySpace-Seite schon mehr
als 13 Millionen (!) Besucher begrüßen, das just zuvor verlinkte
Video haben sich über 5,7 Millionen Menschen zu Gemüte geführt.
Ich hab' nichts gegen die, finde ein paar ihrer Songs recht hübsch,
aber so richtig "mein Ding" ist das nicht. Darum befasse ich
mich lieber mit Simon Shackleton aka Elite Force, als
Producer, Remixer und DJ Urgestein der britischen Electro-Szene, gelegentlich
auch unter Namen wie Killer Elite, Futurecore, Zodiac Cartel oder schlicht
sHack veröffentlichend. An dem gefällt mir besonders, dass
er sich nicht auf eine Stilrichtung festlegen lässt, sondern sich
ständig irgendwo zwischen Breakbeat, House und Techno bewegt. Und
dass er, was man, wie ich finde, hören kann, auch Banderfahrung
hat. 1989 hat er als Student in Exeter seine zeitweilig recht erfolgreiche
erste Band namens Headless Chickens gegründet und in dieser neben
dem Bass auch noch den Sologesang übernommen. Zweiter Sänger
und Gitarrist war ein gewisser Thom Yorke - ja, hab' ich bis vor ein
paar Tagen auch nicht gewusst, sieht man mal wieder, wofür Wikipedia
gut ist. - Vorgeknöpft hat sich Simon Shackleton jetzt das schon
etwas betagte (2004) "Maps", und sein Re-Fix klingt am Anfang
nach einem Kandidaten für die Dance-Rubriken bei sortednoise am
Freitag und Sonnabend, schweift dann aber zwischendurch auch in mehr
rockige und gitarrenorientierte Gefilde ab. Keine Ahnung, was ihn dazu
bewogen hat, ausgerechnet diesen Titel zu "veredeln", aber
herausgekommen ist dabei eine witzige Quer-durch-alle-Stile-Nummer.
Ob die auch als offizielles Release auf irgendeinem Label, womöglich
Simons eigenem, erschienen ist, weiß ich nicht - ich hab's nicht
nachrecherchiert, weil's den heutigen Track des Tages (...und eine Menge
anderer Goodies!) auf der Elite-Force-Homepage in bester 320er-Qualität
als kostenlosen Download gibt.
Offizielle Homepage Yeah Yeah Yeahs
Wikipedia (deutsch) über Yeah Yeah Yeahs
Wikipedia (englisch) über Yeah Yeah Yeahs
Offizielle Homepage Elite Force
Motorpsycho: X3 (Knuckleheads In Space)
Mittwoch, 20.1.2010
Wollte ich die Biographie von Motorpsycho detailliert
schildern, müsste ich das wohl als Serie angehen und könnte
dann einen Monat lang den täglichen Beitrag mit immer neuen Folgen
füllen. Da verweise ich lieber auf die beiden unten verlinkten
Wikipedia-Artikel und zähle an Fakten nur auf, dass die Norweger
aus Trondheim im vergangenen Jahr ihr zwanzigjähriges Bandjubiläum
feiern konnten, im Laufe der Jahre mitunter ziemlich drastische Stilwechsel
vollzogen haben und im Augenblick in der Besetzung Bent Sæther
(voc, b, g, keyb) und Hans Magnus Ryan (g, keyb, viol, voc), beide seit
1989 dabei, sowie Kenneth Kapstad (dr, seit 2007) unterwegs sind. Angefangen
hat man mit Alternative Metal, später wurden auch Einflüsse
wie Jazz, Psychedelic oder gar Pop integriert, und dem, was die im Augenblick
machen, kommt man vermutlich mit einem schlichten Indie-Rock (...oder
Progressive Rock?) am nächsten. - "X3 (Knuckleheads In Space"
ist ein über 9 Minuten langer "Koloss" vom am vergangenen
Montag veröffentlichten neuen Album "Heavy Metal Fruit",
an dem Track wirken der norwegische Jazz-Trompeter Mathias Eick (der
schon mit Chick Corea und Pat Metheny gespielt hat) und die nicht minder
norwegische Sängerin Hanne Hukkelberg (deren Album "Blood
From A Stone" es 2009 bis auf Platz 22 der heimischen Charts geschafft
hat) als Gastmusiker mit. Und während ich mich im ersten Teil irgendwie
an Rockmusicals aus den 60ern erinnert fühle, driftet das in der
zweiten Hälfte gelegentlich in musikalische Regionen ab, die mir
Prog Rock aus den späten 60ern à la Jethro Tull oder frühen
70ern à la Caravan in den Sinn kommen lassen. Leicht merkwürdiges
Stück, dem ich mit milder Fassungslosigkeit, aber nicht uninteressiert
gegenüberstehe. Muss ich mir vor einem Endurteil wohl noch ein
paarmal zu Gemüte führen...
Wikipedia (deutsch) über Motorpsycho
So So Modern: Live 2008
Dienstag, 19.1.2010
So richtig warm geworden bin ich mit So So Modern
eigentlich nie. Das neuseeländische Quartett, seit Ende 2004 im
Auftrag des Electropunk unterwegs (was hier wörtlich zu nehmen
ist, denn die touren ziemlich exzessiv), hat in mir immer ein bisschen
das Gefühl verschenkten Potentials erweckt. Nichts gegen Ironie
und insbesondere Verspieltheit, aber mitunter ist mir das Abdriften
verheißungsvoll beginnender Stücke in irgendwelche Herumkaspereien
ein klein wenig auf den Sack gegangen: eine neuseeländisch-brachiale
Variante von Bentley Rhythm Ace, aber ohne deren "natürliche"
Leichtigkeit. - Ja, und dann gerate ich dieser Tage eher zufällig
auf die MySpace-Seite von So So Modern und höre in "Berlin"
hinein, einen Titel vom neuen und - nach zahllosen, teils selbstverlegten
Singles und EPs - eigentlich ersten "richtigen" Album "Crude
Futures", das am 1. März bei Transgressive Records erscheinen
wird (CD, 12'' Vinyl, digitaler Download), höre gar nicht wieder
auf mit dem Hineinhören, lächele verklärt und denke so
bei mir: Na also, geht doch! Leider gibt's das tolle, lässig-nonchalant
hingehauene, gar tanzbare und dennoch einer gewissen Tiefe nicht entbehrende
Stück noch nicht bei YouTube, weswegen ich auf einen beim Mamallapuram
Festival 2008 entstandenen Live-Mitschnitt zurückgreife - keine
Ahnung, wie der Titel heißt, der da gespielt wird. - So So Modern
starten Ende Januar wieder mal zu einer ausgedehnten Europatournee,
in Deutschland kann man sie in Landau (1.2.), Bayreuth (2.2.) und Nürnberg
(3.2.) erleben, zwei weitere Deutschlandkonzerte werden voraussichtlich
am 26. und 27. gespielt, laufen bei MySpace aber noch unter "TBC"
(to be confirmed). Ich werd' YouTube und das neue Album im Auge behalten
und, sobald "Berlin" als Video vorliegt, den Vierer aus Wellington
noch einmal etwas ausführlicher vorstellen.
Reggie Griffin & Technofunk: Mirda Rock (1982)
Montag, 18.1.2010
Ein Drumcomputer, ein Vocoder, ein paar Sounds, die
klingen, als wären sie per Mikro aus einer frühen Spielekonsole
gesampelt worden, ein Synthesizer - das war Electro in den frühen
80ern, in diesem Fall, um genauer zu sein, Electrofunk (wobei dann auch
noch ein drahtiger Bass und gelegentlich eine Gitarre zum Einsatz kommen).
Irgendwelche nostalgischen Gefühle stellen sich bei mir beim Anhören
nicht ein, weil ich das damals, mit ein paar Ausnahmen à la Herbie
Hancock, kaum mitbekommen habe, heute klingt's irgendwie - seltsam?
Hat aber schon was, vom Rhythmus her, und ein paar hübsche "schwebende"
Akkorde kommen auch vor. - Reginald D. Griffin war schon in den späten
70ern Mitglied einer Gruppe namens Manchild und hat als "Reggie
Griffin" vor allem in den frühen 80ern ein paar Tracks veröffentlicht,
als "Reggie Griffin & Technofunk" (ob außer
ihm und Co-Producer Mr. Lucky noch weitere Progagonisten beteiligt waren,
weiß ich nicht) nur "Mirda Rock". Das ist bei Eingeweihten
so etwas wie ein "kleiner Szene-Klassiker", über den
ich einen äußerst
witzigen Blog-Eintrag aus dem Jahr 2008 gefunden habe. Erschienen
ist "Mirda Rock" 1982 als 12'' in Amerika bei Sweet Mountain
Records, in Europa beim englischen Ableger Sugar Hill Records, in Sachen
Electrofunk damals das Maß aller Dinge. - Biographisches über
Reggie Griffin gab das Web bis zur siebten oder achten Suchergebnisseite
bei Google ebenso wenig her wie eine Homepage. Bei MySpace gibt's zwar
einen Reggie Griffin, der unserem sogar ähnlich sieht, aber der
befasst sich mehr mit Gospel - vielleicht ist's ja der Sohnemann? Unser
Reggie Griffin hat in der zweiten Hälfte der 80er, wie man den
Auflistungen bei discogs.com entnehmen kann, nicht mehr als Interpret,
dafür aber als Produzent gearbeitet, unter anderem für Patti
Labelle. Was dann aus ihm geworden ist, ob's ihn überhaupt noch
gibt - keine Ahnung. - Auch an den nächsten Montagen wird's hier
um Electro gehen...
The Besnard Lakes: Albatross
Sonntag, 17.1.2010
Gegründet 2001, beheimatet in Montreal, benannt
nach einem See in Saskatchewan: The Besnard Lakes. Die laufen,
vielleicht, weil's gerade "in" ist, unter "Musiker-Kollektiv",
bestehen im Kern aber eigentlich nur aus dem ein bekanntes Aufnahmestudio
betreibenden Ehepaar Jace Lasek und Olga Goreas, das sich im Laufe der
Jahre bei seinen Tourneen von einer Vielzahl mehr oder weniger fester
Gastmusiker begleiten lassen hat. Die englische Wikipedia-Version nennt
außer den beiden Kevin Laing und Richard White als zur gegenwärtigen
Besetzung gehörend, bei facebook listet die Band selbst zusätzlich
noch Steve Raegele und Nicole Lizee auf - da hab' ich sicherheitshalber
aus den Bandfotos in verschieden starker Besetzung eines mit sechs Musikern
ausgewählt, ohne garantieren zu können, dass es auf der Höhe
der Zeit ist. - Wikipedia stellt The Besnard Lakes stilistisch nicht
nur in die Rubriken "Indie Rock" und "Post Rock",
sondern auch "Shoegaze" ein. Ich weiß nicht - wird vielleicht
letzthin etwas inflationär gebraucht, der Begriff, und mit "klassischem"
90er Shoegaze haben die Kanadier nun nicht so sehr viel zu tun. Dafür
machen sie "große", plakative, mitunter symphonische
Songs, die einen fast theatralischen Aufbau haben, mit häufigen
Stimmungswechseln spielen und gelegentlich auch mal ganz straight abrocken
- nichts für den Freund der Zweieinhalb-Minuten-Chartssingle. Dass
sich hingegen Filmfreunde und -macher angesprochen fühlen, verwundert
nicht, und so ist es nur folgerichtig, dass die Band im vergangenen
Jahr den Soundtrack für "Sympathy For Delicious" abgeliefert
hat, einen Film von Mark Ruffalo, der auf dem diesjährigen Sundance
Film Festival gezeigt werden wird. - "Albatross" erscheint
am 8. (UK) bzw. 9. (Kanada/USA) Februar als Vorab-Auskopplung (12'' Vinyl,
digitaler Download) aus dem für den 8./9. März angekündigten
dritten Album "The Besnard Lakes Are the Roaring Night" (alles
bei Jagjaguwar Records), zur Zeit kann man den Song auf der Band-Homepage
als kostenlosen Download bekommen. Ebenfalls auf dem neuen Album enthalten
sein wird "Like
the Ocean, Like the Innocent (Part 1 & 2)", ein fast neun
Minuten langer "Brocken", den ich mal als Extra-Leckerbissen
spendiere...
Wikipedia (deutsch) über The Besnard Lakes
DJ DLG: Play (Original Mix)
Sonnabend, 16.1.2010
"A bit deeper, a bit darker" geht's hier
heute zu, und zwar mit DJ DLG, einem Producer, Remixer und DJ
aus den Vereinigten Staaten, den Beatport in den Rubriken House, Electro
House, Progressive House, Tech House, Nu Dance und gar Trance führt.
Das D in "DLG" steht vermutlich für Dave, das G für
Goodwin, wofür das L steht, weiß ich nicht - ich hoffe, nicht
für Liam, ein Name, der bei mir seit Oasis, die ich bekanntlich
nicht für eine gute, sondern für eine grottenlangweilige Band
halte, negativ besetzt ist :-). Dave Goodwin veröffentlicht gelegentlich
auch unter seinem bürgerlichen Namen und hat seit ca. 2004 eine
Vielzahl von Eigenproduktionen, Gemeinschaftsarbeiten mit Szene-Größen
wie Laidback Luke oder Erick Morillo und Remixen herausgebracht. Wann
und wo "Play" im Original erschienen ist, hab' ich aus Zeitmangel
nicht recherchiert, der Titel ist aber vermutlich schon etwas älter
und im Juli 2009 noch einmal auf der Mix-Kompilation "DJ DLG Re-Visited
Summer 2009" bei Huge Records erschienen. Die kann man sich bei
Beatport aber nur im Ganzen für € 8,72 ziehen, hingegen soll's
"Play" bei iTunes auch separat geben. Ich stelle den Track
hier übrigens vor, weil er erst vor gut zehn Tagen von jemandem,
dessen Uploads ich abonniert habe, bei YouTube hochgeladen wurde - und
natürlich, weil ich ihn saugeil finde, auch wenn ich nicht mal
versuche, ihn einer der zahllosen House-Unterrubriken zuzuordnen. -
Ich glaube, ich muss so langsam damit aufhören, hier über
die Slapstick-Chaoten Stan & Ollie zu berichten, das heiße
Hacker-Pärchen aus Wolfenbüttel und Moringen, das während
meiner Abwesenheit in heftige Panik ausgebrochen ist, weil ich auf einer
meiner Websites für gestern den Start einer "Enthüllungsserie"
(!) angekündigt hatte - ach nee, Kinder, die kommt erst, wenn Polizei
und Staatsanwaltschaft mit ihren Ermittlungen fertig sind (...Zeit wird's
ja mal so langsam). Darum verrate ich nur noch, dass die kleine Provokation
das gewünschte Ergebnis erbracht hat, verlagerere die aktuelle
Berichterstattung zum Tagesgeschehen hinfort auf eine andere, mir nicht
so wichtige Domain (daran herrscht bei mir ja kein Mangel) und quäle
die Zufallsbesucher, die Google hier täglich vorbeischickt, nicht
länger mit Geschichten, die sie ohne Kenntnis der Zusammenhänge
gar nicht verstehen können. Zumindest von hier aus an die beiden
Loser noch ein letzter Gruß, auch wenn das womöglich bedeutet,
dass ich jetzt wieder mit SMS-Schwachsinn und Telefonterror zugemüllt
werde. Wozu gibt's schließlich Stecker, die man ziehen kann ;-)...
T-PE3: Three Steps Higher (Original Mix)
Freitag, 15.1.2010
Das ist mal wieder einer dieser Fälle, wo ich auf
der Suche nach näheren Informationen über den Interpreten
relativ schnell die Waffen gestreckt habe. Manchmal ist man aus Zeitmangel
aber auch ganz froh, den täglichen Beitrag mit ein paar Zeilen
abtun zu können... - Also - T-PE3 ist, wenn ich
mir das Foto so anschaue, ein ziemlich junger Producer aus Mestre/Venedig,
der eine gruselig wuselige MySpace-Seite betreibt und Musik macht, die
in meinen Ohren so gar nicht nach Italien klingt. Mich erinnert das
von der Stimmung her eher an gehobenen Progressive House aus englischen
Landen (irgendwas lässt mich seltsamerweise an die Shapeshifters
denken) und vielleicht noch an ein paar jüngere US-Kollegen. So
sehr viele Veröffentlichungen hält Beatport noch nicht von
T-PE3 bereit, die jüngste ist die am 29. Dezember 2009 bei The
Clubbers erschienene "Message From the Stars"-EP, auf der
sich überhaupt kein Titel namens "Message From the Stars"
befindet, dafür aber "Three Steps Higher", ein schön
stimmungsvoller Wochenend-Starter. Und wenn ich schon nicht mehr
über T-PE3 weiß, dann will ich wenigstens noch hinzufügen,
dass es sich bei The Clubbers um das in Mailand ansässige Label
von Thomas Schwartz
und Fausto Fanizza handelt. - Und damit endet er auch schon, der dritte
Beitrag von der Halde. Morgen - aus der Sicht des Lesers dieser Zeilen:
heute - sitze ich ab dem frühen Nachmittag wieder hinterm heimischen
Schreibtisch, verfasse Frischtext und schau mal, was mein Lieblings-Komikerduo
während meiner Abwesenheit so alles angestellt hat, die beiden
Oberluschen aus Wolfenbüttel und Moringen, die bei uns und anderswo
letzthin nur noch unter "Stan & Ollie" laufen...
Dag för Dag: Hands And Knees
Donnerstag, 14.1.2010
Das Video zum heutigen Track des Tages hat vor gut
vier Wochen Ted Malmros bei YouTube hochgeladen. Der wohnt nicht, wie
er auf seiner Channel-Seite behauptet, in Algerien, sondern in Stockholm,
woselbst er als Bassist der Shout Out Louds tätig ist. Mit den
Shout Out Louds wiederum sind Dag för Dag als
deren Tour-Support viel unterwegs gewesen und haben auch in Deutschland
etliche Gigs absolviert - man kennt sie hierzulande inzwischen, auch
wenn sie sich noch immer in der Grauzone zwischen "Geheim-Tipp"
und "arriviert" bewegen. - Dag för Dag sind trotz des
skandinavischen Bandnamens US-Amerikaner. Die Geschwister Sarah Parthemore
Snavely und Javob Donald Snavely stammen aus Südkalifornien und
haben für längere Zeit getrennt die halbe Welt bereist. In
Schweden haben sie sich dann wiedergetroffen und beschlossen, sich in
Stockholm niederzulassen und gemeinsam Musik zu machen. Das war 2007,
und inzwischen haben sie neben der im April 2009 bei Saddle Creek erschienen
EP "Shooting From the Shadows" zwei Singles vorzuweisen, eine
davon "Hands And Knees", derzeit nur bei iTunes Scandinacia
erhältlich. Dieser Tage brechen die Geschwister mit Gastdrummer
zu einer ausgedehnten Europa-Tournee auf, die sich bis tief in den März
hinein erstrecken und in deren Verlauf dann auch das mit Spannung erwartete
Debütalbum "Boo" (Februar) erscheinen wird. Was ich von
dieser Tournee halten soll, weiß ich nicht so recht, denn bei
Sarah hat sich für April Nachwuchs angekündigt. Das hindert sie
freilich nicht daran, schon im Juni zu einer neuerlichen Tournee aufzubrechen...
- "Hands And Knees" ist, wie viele Songs von Dag för
Dag, schlicht, aber nicht simpel: Ein klassischer, völlig zeitloser
und unabhängig von gerade aktuellen Musikströmungen immer
"funktionierender" Zweieinhalb-Minuten-Song mit phantastischem
Satzgesang, unglaublich eingängig, charttauglich und dennoch auch
fürs anspruchsvollere Ohr geeignet. Riecht irgendwie nach ganz
großem Durchbruch, und den haben die beiden zweifelsohne verdient.
Local Natives: Airplanes (Live @ BBC Radio 1)
Mittwoch, 13.1.2010
Erster von drei "auf Halde" geschriebenen
Beiträgen wg. Abwesenheit, und der befasst sich mit Local Natives
aus Silver Lake, einem Bezirk von Los Angeles. Die wurden hier bereits
im Oktober 2009
vorgestellt, der alte Beitrag nennt die Mitglieder und erwähnt,
was man sonst noch so über die Band wissen sollte. Zu einem eigenen
(wenn auch noch kurzen) Wikipedia-Artikel hat sie es in der Zwischenzeit
gebracht, außerdem ist ihr Debütalbum "Gorilla Manor"
am 2. November bei Infectious Records erschienen - im UK. In den heimatlichen
USA wird das Werk erst am 16. Februar bei Frenchkiss Records veröffentlicht.
Das ist eigentlich kein so besonders günstiger Zeitpunkt, denn
Local Natives brechen gerade zu einer neuerlichen Europareise auf und
werden hier bis in den März hinein viele, viele Konzerte geben,
darunter auch welche in Köln (27.1.), Hamburg (28.1.), Berlin (2.2.),
München (4.2.) und Stuttgart (6.2., Locations siehe MySpace). -
"Airplanes" stammt von "Gorilla Manor" und wird
in der YouTube-Beschreibung und anderenorts auch als Single erwähnt,
eine solche konnte ich aber bei flüchtiger Durchsicht :-) des Webs
nicht finden. Das Video entstand anlässlich einer beim letzten
Europa-Trip im Sommer 2009 gespielten Live-Session für BBC Radio
1 und zeigt eine Band, die mit ihrem eigenwilligen und doch relaxten
Mix aus Pop, Rock und Folk nicht minder gut in die Rubrik "Außergewöhnliches
am Sonntag" passen würde, in bester Spiellaune.
Run Toto Run: Out Of Order (Live-Demo)
Dienstag, 12.1.2010
Bei MySpace sind Run Toto Run seit
April 2008 vertreten, so richtig ins Bewusstsein der Öffentlichkeit
gerückt sind sie im letzten Sommer, als sie mit einem Cover des
Passion-Pit-Titels "Sleepyhead" einiges Aufsehen erregten
und selbst von den Major-Radiostationen gespielt wurden. Das ehemalige
Quartett besteht heute nur noch aus Rachael Kichenside (voc, keyb, fl,
alle Songtexte), deren Name (nicht nur) hierzulande gern und häufig
zu "Rachel Kitchenside" verhunzt wird, Mike Kelly (keyb, g,
voc) und Matt Farthing (keyb, viol, electronics); eine Dame namens Cazz
(keyb, b, voc), von Haus aus Drummerin und eh erst Ende 2008 zur Band
gestoßen, hat sich kürzlich wieder verabschiedet. Dank viel
Elektronik fällt der Sound auch zu dritt nicht "dünn"
aus, bei Live-Auftritten lässt man sich überdies gelegentlich
von ein paar Streichern unterstützen. - Run Toto Run kommen aus
Manchester, legen aber Wert auf die Feststellung, dass ihre Musik nicht
unbedingt typisch für ihre Heimatstadt ist, die Menschen wie ich
seltsamerweise bis heute mit den etwas düsteren Klänge von
Joy Division assoziieren. In der Tat kommt das Trio mit seinem oft märchenhaften
Elektropop sehr "leicht" rüber (was keinesfalls mit seicht
zu verwechseln ist), und das selbst da, wo, wie im heutigen Track des
Tages, Moll-Töne vorherrschen. Das wunderschöne "Out
Of Order", erst vor wenigen Tagen von der Band selbst bei YouTube
hochgeladen, zählt zu einer Reihe von Demos, die für das in
Arbeit befindliche Debütalbum vorgesehene Stücke vorstellen.
Erscheinen wird es voraussichtlich beim von Frontfrau Rachael betriebenen
Label The Lost And Lonely Singles Club Records. Das hat am gestrigen
Montag die neue Single "Catch My Breath" veröffentlicht,
von der es eine etwas ältere Video-Version
aus dem Probenraum gibt, in der noch das vierte Bandmitglied aktiv
ist und auch die vorstehend erwähnten Streicher zum Einsatz kommen.
Ja, was soll ich sagen - womöglich das "Next Big Think",
auf jeden Fall aber hier garantiert nicht zum letzten Mal zu Gast. - Ich
bin dann mal drei Tage weg und wünsche dem debilen kleinen Hacker-Furz
Stefan aus Moringen viel Spaß beim ungestörten Austoben auf
meinen Servern und Ausprobieren vieler neuer Proxies - Gott, wenn man
sonst nichts zu tun hat! Mein Tipp an ihn: Versuch's doch mal mit einem
Bad, etwas Deo und Kleidung, der man nicht schon auf 50 Meter ansieht, dass
sie seit vier Wochen nicht mehr gewechselt wurde, vielleicht klappt's
dann ja auch mit den Mädels ;-). - Leider fahre ich gen Norden und also
nicht in wärmere Gefilde, hier und auf den anderen Sites geht's auch
in meiner Abwesenheit nahtlos weiter. Nicht mitnehmen werde ich diesmal
das Handy, dafür aber zwei Bücher, die schon seit einem Vierteljahr
des Gelesenwerdens harren.
New Order: Everything's Gone Green (1981)
Montag, 11.1.2010
Kein Montags-Beitrag mehr auf Halde und keine Zeit
für größere Web-Recherchen - da müssen, natürlich,
wieder einmal New Order herhalten. "Everything's
Gone Green", in meiner Sammlung auf dem "Substance"-Doppelalbum
vorhanden, stammt im Original aus dem Jahr 1981 und ist als solches
nur in Belgien auf einer 12'' veröffentlicht worden. Inzwischen
existiert der Titel in diversen Versionen auf etlichen Kompilationen
und als Bonus-Track auf der 2008 erschienenen remasterten Version des
81er Albums "Movement". Klingt, einerseits, noch sehr nach
Joy Division, ist, andererseits, aber der erste Song, bei dem New Order
sich mit Sequencern und sonstiger Elektronik so richtig austoben. -
Wie der aktuelle Stand der Dinge ist und ob Hook gerade mal wieder zickt
oder nicht, kann man bei Wiki nachlesen, ich verfolge das seit geraumer
Zeit nicht mehr, weil's nur noch nervt. - Auf meinen Servern tun sich
jetzt ganz lustige Dinge (...die tschechische Loser-Site war geil!),
der hässliche - ich mein' das mehr metaphysisch - kleine Gnom aus
Moringen, laut übereinstimmender Aussage von allen, die ihn persönlich
kennen, einer genetischen Linie entsprungen, an der die letzten 500.000
Jahre Evolution spurlos vorbeigezogen sind, lässt nicht locker
und schaufelt fleißig weiter am eigenen Grab. Typischer Fall von
cuv, wohl seine große Lebensproblematik, und irgendwie muss man
das ja kompensieren. Nur wären gelegentliche Besuche bei einer
gegen Entgelt behilflichen Dame (oder bei auf was auch immer er steht)
unterm Strich dann doch erheblich billiger gekommen :-)! - Nach diesem
schönen Strich-Wortspiel muss ich mich tummeln, Frauchen vom Zug
abholen, was mir des immer noch fallenden Schnees wegen ein klein wenig
Magendrücken bereitet. Immerhin scheint Sturmtief "Daisy"
sich endgültig verzogen zu haben, von der Fahrbahn wehen wird's
mich dann ja wohl nicht...
Wikipedia (englisch) über "Everything's Gone Green"
Gentle Friendly: Lovers Rock
Sonntag, 10.1.2010
Wikipedia-Artikel wie der über Gentle Friendly
(s.u.), offensichtlich von dem Duo selbst oder einer Person aus seinem
unmittelbaren Umfeld augenzwinkernd verfasst, pflegen in der Regel rasch
mit Löschandrohungen überzogen zu werden. Keine Ahnung, warum
das hier noch nicht geschehen ist; vielleicht liegt's am sprichwörtlichen
Humor der Briten. - Gentle Friendly sind David Maurice (voc, keyb) und
Daniel Boyle (dr, keyb) aus London, die seit rund zwei Jahren miteinander
Musik machen - Musik, die in mir nicht einmal ansatzweise den Wunsch
erweckt, sie einer bestimmten Kategorie zuzuordnen. "Lovers Rock"
etwa, der heutige Track des Tages, beginnt mit entfernt an (Rock oder
Free) Jazz gemahnenden Klängen, um dann unversehens eine ganz andere
Richtung einzuschlagen, die, wiederum entfernt, wohl etwas mit melancholischem
(Dream-)Pop zu tun hat. Oder so. Etwas einheitlicher, womöglich
nach Shoegaze, klingt das wunderschöne und ebenfalls melancholische
"Vincentt", zu hören bei MySpace. Ungewöhnliche
Musik, ungewöhnliche Interpreten, deshalb auf dem Sonntagsplatz
gut aufgehoben. - Der eingangs erwähnte Wikipedia-Artikel spricht
von Gentle Friendly übrigens nur in der Vergangenheitsform und
erwähnt, dass ihre Veröffentlichungen posthum erscheinen.
Bei MySpace wirkt das Duo, dessen Mitglieder zuvor in allerlei anderen
Formationen tätig waren, aber noch höchst lebendig... - Die
gestrigen Zwangsausflüge (Hund) in den Schnee habe ich wider Erwarten
überlebt, im Augenblick (Samstagnachmittag, 15 Uhr) rieselt's nur
leise vor sich hin. Für die Nacht und morgen (aus der Sicht desjenigen,
der diesen Beitrag gerade liest: heute) sind jedoch weitere ergiebige
Schneefälle angekündigt, weswegen ich mich jetzt von der Musik
zurückziehe und ein paar von mir betriebenen regionalen Websites
zuwende, um dort die Unwetterwarnungen zu aktualisieren. Auch 'ne Art,
den Tag rumzubringen! - Wenn auch wohl immer noch besser als die, der
sich gerade der strunzdoofe, leicht vollfette und etwas zu kurz geratene
(ich kenn' den gar nicht persönlich, aber so wurde er mir beschrieben)
Gnom aus Moringen hingibt, der jetzt dazu übergegangen ist, meine paar ihm
bekannten Websites wieder und wieder zu inspizieren, von frühmorgens bis
spät in die Nacht - vielfach gar unter seiner unverschleierten IP.
Manchmal, wenn ich Langeweile habe, mache ich mir den Spaß und sperre die
per .htaccess für ein, zwei Stunden, dann dauert es nur ein paar Minuten,
bis er mit einem der aus den turbulenten drei Monaten bekannten
Proxy-Server wieder "vor Ort" ist. Da schicke ich doch glatt
ein freundliches "Hallo!" hinüber in den Landkreis
Northeim und wünsche weiterhin viel Spaß und gute Unterhaltung
bei der (wenn auch ein klein wenig armseligen) Freizeitbeschäftigung.
Raffertie: 7th Dimension (Original Mix)
Sonnabend, 9.1.2010
Auf dem Foto sieht er, finde ich, ein bisschen aus
wie eine Kreuzung zwischen Boris Karloff (in jung) und Marge Simpson: Raffertie
aus Birmingham, der das Licht der Welt vor gut 21 Jahren als Benjamin
Stefanski erblickte. Die Haare trägt er inzwischen wohl etwas dezenter,
ob das etwas mit dem von ihm verwendeten Logo, einer übergroßen
Schere, zu tun hat, weiß ich nicht. Hingegen weiß ich, dass
er sehr ungewöhnliche Musik macht, wie sie üblicherweise auf
dem Samstagsplatz nicht vorkommt: Dubstep, irgendwie, aber so eine sphärische
Variante mit ein paar House-Anleihen und überhaupt Elemente aus
den unterschiedlichsten Stilrichtungen vereinend. Muss ja nicht immer
nur Tance und House sein, was hier zum Wochenende vorgestellt wird...
- "7th Dimension", ein Track, der seinen Titel in der Tat
sehr treffend musikalisch umsetzt, wird in der YouTube-Beschreibung
Planet Mu Records zugeordnet, wo ich ihn aber ebenso wenig finden konnte
wie bei Beatport - werden wir also wohl noch ein paar Tage drauf warten
müssen. Wer von Rafferties Musik, wie ich, nicht genug bekommen
kann, findet auf seiner MySpace-Seite diverse Links zu kostenlosen Download-Angeboten.
- Ich muss mich jetzt rüsten, und zwar fürs kommende Unwetter.
Wenn's denn kommt. Ich mache ja auch diverse mehr dem Boulevard verhaftete
Websites (googeln zwecklos :-), weil ich aus gutem Grund schon seit
geraumer Zeit alle Impressen auf "noindex,nofollow" setze)
wie diese
hier und beziehe deswegen einen Haufen Agentur- und Polizeimeldungen.
Eine solche erreichte mich heute von der Polizei Goslar. Gewarnt wird
darin vor Daisy, einem Sturmtief, das uns am Wochenende mit heftigen
Windböen und jeder Menge Schnee heimsuchen soll. Zumindest mit
so hoher Wahrscheinlichkeit, dass schon mal sämtliche Sicherheitskräfte
mobilisiert, Straßensperren angekündigt und allerlei "Überlebensratschläge"
für den Fall des Festsitzens im Auto gegeben wurden. Ich werd'
das Auto dann lieber gar nicht erst anrühren, aber meines Hundes
wegen (für den das, da er nur über drei Beine verfügt,
zur Zeit auch kein Vergnügen ist) mehrmals täglich kurz der
häuslichen Geborgenheit entsagen müssen. Sollte ich dabei
in einer Schnewehe verlustig gehen: 's war nett mit euch!
Claes Rosen: Milky Way (Original Mix)
Freitag, 8.1.2010
Dass "Progressive House" nur als Oberbegriff
für eine ganze Reihe sehr unterschiedlicher Stilrichtungen steht,
ist ein wohl allgemein bekannter Fakt. Fast schon am Rande des Genres
und nicht mehr gar so weit vom Mainstream entfernt sehe ich den Schweden
Claes Rosen. Einerseits. Andererseits ist es ja keine
Schande, einen ausgeprägten Hang zu Melodieelementen zu haben und
Produktionen abzuliefern, die an technischer Perfektion ihresgleichen
suchen. Und was bei oberflächlichem Hinhören fast ein wenig
seicht klingt, entpuppt sich bei intensiverer Beschäftigung als
unerschöpfliche Quelle immer neuer Sound- und Arrangement-Entdeckungen.
Mit leichter Hand dahingeworfen? Eher nicht, sondern von einem Könner
und Kenner in akribischer Feinarbeit montiert. - Angefangen hat Claes
Rosen Mitte der 90er mit dem legendären Fasttracker, die ersten
nennenswerten Releases erblickten um 2005, 2006 das Licht der Welt.
Inzwischen sind eine Vielzahl eigener Produktionen und Remixe erschienen,
außerdem komponiert und produziert der Schwede häufig Musik
für Rundfunk- und TV-Spots. Noch lieber hätte ich schon heute
als Track des Tages das für den 12. Februar 2010 angekündigte
"Endeavour" vorgestellt, aber das gibt's bei YouTube noch
nicht - auf der ansonsten kommender Inhalte harrenden Homepage kann
man sich einen kurzen Ausschnitt anhören, den vollen Titel dann
in Kürze bei sortednoise. In eine ähnliche melodische Kerbe
schlägt "Milky Way", am 25. Dezember zusammen mit "A
Bit Odd" bei Unreleased Digital erschienen, dem Label von Christian
Beat Hirt aka Chris Reece. Traumhaft schöner Track, den's derzeit
(noch) exklusiv bei Beatport gibt. - Einer etwas dunkleren musikalischen
Facette gibt sich Claes Rosen nebenbei auch noch hin: Zusammen mit Ola
Näslund bildet er das Dubstep-Duo L-Wiz. Mit dem werde ich mich
an dieser Stelle gelegentlich ebenfalls befassen...
Hatcham Social: Sidewalk
Donnerstag, 7.1.2010
Gegründet 2006 von den Brüdern Tobias (g,
voc) und Finnigan (dr) Kidd und David Fineberg (b) in London: Hatcham
Social. Finnigan Kidd, nach Ansicht von Charlatans-Sänger
und Hatcham-Social-Produzent Tim Burgess "der coolste Drummer der
Welt", hat zu dieser Zeit noch bei den Klaxons hinterm Schlagzeug
gesessen, diese dann aber wegen der neuen Gruppe verlassen. Nach diversen
Singles und EPs erschien im März 2009 das Debütalbum "You
Dig the Tunnel, I'll Hide the Soil" nicht nur bei Fierce Panda
in Europa, sondern auch bei TBD Records in den USA, wo die Band mittlerweile
ebenfalls über eine große Anhängerschar verfügt.
Da hatte dann auch schon Jerome Watson (keyb, g) das Trio zum Quartett
erweitert und konnte sich mit seinen drei neuen Kollegen über die
Lobpreisungen der Kritik freuen. - Hatcham Social verleugnen ihre 80er-Wurzeln
nicht und werden gern als von Bands wie The Jesus & Mary Chain,
Orange Juice und gar The Fall beeinflusst bezeichnet. "Sidewalk"
hingegen, so finde ich jedenfalls, erinnert in weiten Strecken, vor
allem gitarren- und bassmäßig, doch eher an die frühen
New Order kurz nach Joy Division. Der Titel stammt von der für
den 18. Januar angekündigten gleichnamigen EP, die neben zwei neuen
Songs auch ein Beach-Boys-Cover und zwei Remixe enthalten wird. - Ja,
alles ein bisschen kurz heute, aber ich lasse es trotzdem dabei bewenden,
weil's gleich 22 Uhr ist und ich den letzten Hundespaziergang des Tages
rasch und beizeiten hinter mich bringen will. Prognostiziert sind für
diese Nacht in unserer Region nämlich wieder einmal Temperaturen
von minus 15 Grad, da gilt es, die gegenwärtig noch herrschenden
angenehmen 9 Grad minus auszunutzen...
Broken Bells: The High Road
Mittwoch, 6.1.2010
Broken Bells ist ein erst im September vergangenen
Jahres gestartetes - nein, das wäre zu diffus, also: generalstabsmäßig
gestartetes Projekt, bestehend aus Brian Burton (im Foto rechts) und
James Mercer. Kennt man nicht? Und ob. Brian Burton ist besser bekannt
unter seinem Produzenten- und Interpreten-Pseudonym Danger Mouse und
als eine Hälfte des Duos Gnarls Barkley, James Mercer ist als Sänger,
Gitarrist und Songschreiber Frontmann der US-Band The Shins. Auf ihr
Projekt aufmerksam gemacht haben die beiden erstmals am 29. September
2009 und dann bis zum 21. Dezember, dem Tag, an dem der heutige Track
des Tages als kostenloser Download auf ihrer Homepage auftauchte, mit
allerlei Mailing-Aktivitäten und verschlüsselten Botschaften
das Feuer immer wieder neu entfacht. Nun wartet alle Welt gespannt auf
das schlicht "Broken Bells" betitelte Debütalbum, das
am 9. März bei Columbia Records erscheinen wird und seit ein paar
Tagen vorbestellt werden kann. Und zu steigern wäre das alles vermutlich
nur noch gewesen, wenn sie im zweiten Wort ihres Bandnamens den Vokal
gegen einen anderen ausgetauscht und damit der Sache noch mehr Pfiff
gegeben hätten :-)... - Okay, genug der schalen Witze. "The
High Road" ist eigentlich ein wunderschöner Titel mit
einem phantastischen Intro, aber - klingt der nicht, gerade angesichts
der Erfahrung der Interpreten, ein klein wenig unterproduziert, unfertig,
vor allem in der zweiten Hälfte? Hat für mich irgendwie Demo-Charakter,
würde ich mir, obwohl sonst dem Rauen nicht abgeneigt, ausgefeilter
und eine Spur "bombastischer" wünschen. Und das liegt
ganz sicher nicht nur an der Qualität des wohl im unteren Auflösungsbereichs
angesiedelten YouTube-Uploads! Aber womöglich ist das ja wirklich
nur eine Demo-Version, die uns auf dem kommenden Album im neuen Mix-
und Master-Gewand erwartet und zu einem befreiten "Aaahh!"
veranlassen wird. Sozusagen als Teil einer nur schwer zu durchschauenden
Promotion-Kampagne. Zuzutrauen wär's den beiden...
Wikipedia (englisch) über Broken Bells
The Field: I Have the Moon, You Have the Internet
(Gold Panda Remix)
Dienstag, 5.1.2010
Auf der gestern hochgeladenen Seite mit den Tracks
des Jahres 2009 sind sie nicht nur mit je einem Titel vertreten,
sondern auch noch direkt nebeneinander platziert: Axel Willner alias
The
Field (links) aus Schweden und der Brite Gold
Panda, zwei meiner allerliebsten Elektronik- und Sample-Montage-Künstler.
Dass deren Musik viel miteinander zu tun hat, habe ich schon früher
erwähnt, dass jetzt eine, wenn auch indirekte, Kooperation in Form
eines Gold-Panda-Remixes des The-Field-Titels "I
Have the Moon, You Have the Internet" als Download und in Vinyl
(12'') gepresst vorliegt, freut mich außerordentlich. Erschienen
ist die drei Tracks umfassende EP "Yesterday And Today Remixe"
am 7. Dezember 2009 bei Kontor, dem Kölner Stammlabel von Axel
Willner, was auch den deutschen Plural von Remix im Titel erklärt.
Außer "I Have the Moon..." sind darauf noch "Sequenced"
(Rainbow Arabia's Dark & Dumb Version) und "Leave It"
(Walls Remix) vertreten, die jeweiligen Originalversionen stammen vom
im Mai 2009 veröffentlichten The-Field-Album "Yesterday And
Today". - Ein paar biographische Details über die beiden kann
man in den zuvor verlinkten Archivbeiträgen nachlesen, bei Gold
Panda halten die sich nach wie vor in Grenzen - noch immer taucht sein
bürgerlicher Name nirgendwo im Internet auf. Dafür häufen
sich seine Remixe, und der heute vorgestellte bricht die eher einfache
Struktur des Originals mit teils recht komplexen Rhythmusmustern auf,
bewahrt aber dessen - ja, ich riskier' mal das große Wort: spirituelle
Dimension. Auf der ansonsten nur ein paar Links und einen Player mit
sechs Titeln präsentierenden Homepage von Gold Panda wird übrigens
ein neues Album von ihm angekündigt, und das bedeutet, dass es
hier in absehbarer Zeit ein Wiederhören mit ihm geben wird...
Wikipedia (englisch) über The Field
A Certain Ratio: Shack Up (1980)
Montag, 4.1.2010
Heute nur eine zu sehr später Stunde verfasste
Notausgabe wg. Schneechaos - ich werd' langsam zu alt, um mich bei solchem
Wetter im Auto über Harzhöhen zu quälen... - A Certain
Ratio, 1977 im Punk-Umfeld in Manchester gegründet und dann irgendwie
in die Funk-Richtung gerutscht (ein Verb, das heute meinen Tag bestimmt
hat), gehörten mit Joy Division/New Order, den Blue Mondays und
OMD zu den Bands der ersten Stunde beim legendären Label Factory
Records. Wie Joy Division klangen sie anfangs auch ein bisschen, aber
spätestens seit einem New-York-Trip 1980 gewannen die Funk-Einflüsse
Oberhand. Von diesem New-York-Trip existiert auch ein wunderbares Video,
das zwar bei YouTube vorhanden ist, aber leider nicht in fremde Seiteninhalte
eingebettet werden darf, weswegen ich's an
dieser Stelle verlinke und statt "Tribeca", meiner ersten
Wahl für den Track des Tages, nun "Shack Up" präsentiere,
einen etwas seichteren, aber dafür um so bekannteren Titel, 1980
erstmals erschienen und mittlerweile in sieben Single-Versionen von
der 7'' bis zur 12'' vorliegend. - Die Band gibt's übrigens bis
heute - aus den ganz alten Tagen sind noch Martin Moscrop (Gitarre,
Trompete), Jeremy Kerr (Bass, Gesang) und Drummer Donald Johnson dabei
-, Live-Auftritte werden aber nur noch bei besonderen Gelegenheiten
absolviert. - Ach ja, die Tracks
des Jahres 2009 sind da, und das nicht nur in einer deutschen, sondern
auch in einer englischen Version...
Wikipedia (deutsch) über A Certain Ratio
Portico Quartet: Paper Scissor Stone
Sonntag, 3.1.2010
Wenn das Wort "Quartett" im Namen einer Formation
auftaucht und wir uns nicht gerade in der Welt der Klassik bewegen,
dann lässt das in aller Regel auf Jazz schließen. Nicht anders
verhält es sich beim Portico Quartet aus London, einer vor
vier Jahren von College-Freunden gegründeten Band, die heute allesamt
der Altersgruppe der frühen Twens - ein etwas aus der Mode gekommener
Begriff - angehören, aber klingen, als würden sie seit Äonen
miteinander Musik machen. Und das meine ich nicht im Sinne von "routiniert",
sondern bezogen auf die Reife und einen gewissen Ernst, der die Stücke
von Jack Wyllie (Sopran- und Altsaxophon, Keyboards), Nick Mulvey (Hang
und Percussion), Milo Fitzpatrick (Kontrabass) und Duncan Bellamy (Drums)
umgibt. Und ehe ich jetzt zu erklären anfange, um was für
ein Musikinstrument es sich beim Hang (abgeleitet vom schwyzerdeutschen
Wort für Hand) handelt, verlinke ich lieber zu einem das sehr detailliert
erklärenden Wikipedia-Artikel.
- "Paper Scissor Stone" ist das Eröffnungsstück
des aktuellen (zweiten) Longplayers "Isla" der Londoner Jazzer,
der im Mai 2009 in den legendären Abbey Road Studios eingespielt
und am 9. Oktober von Real World Records veröffentlicht wurde.
Nicht nur im UK zählt die Gruppe inzwischen zu den arrivierten
Formationen, Fach- und Publikumspresse haben "Isla" (wie auch
schon Ende 2007 den für den Mercury Prize nominierten Vorgänger
"Knee-Deep In The North Sea") begeistert aufgenommen. Das
"Sounds like nothing you've ever heard" eines Kritikers kann
ich alter Sack, der sich hier und da dann doch an manche Jazzrock-Truppe
der späten 60er erinnert fühlt, zwar nicht so ganz unterstreichen,
aber in derartiger Perfektion, Eindringlichkeit und - ja, Schönheit
habe ich Musik aus diesem Bereich noch nicht gehört. Herausragend!
Rockerz Chiefs: Badman's Garage (Original Mix)
Sonnabend, 2.1.2010
Kein Foto, keine MySpace-Seite, eine halbe Stunde Websuche
ohne Ergebnis - wer, zum Teufel, ist oder sind Rockerz Chiefs?
Erschienen ist "Badman's Garage" Mitte November 2009 beim
deutschen Indie-Label Superstar Recordings als Original Club Mix zusammen
mit einem Instrumental Mix und zwei Remixen von Jewelz alias Julius
Voigtländer, und vielleicht steckt der ja selbst hinter dem Pseudonym
- oder irgendein anderer der zahlreichen Superstar-Producer. Inzwischen
ist der Track auch auf einigen Kompilationen zu finden und überdies
zu einem Radio Edit verwurstet worden. Auf jeden Fall handelt es sich
um einen der witzigsten Electro-House-Titel des gerade vergangenen Jahres,
der klingt, als ob sich Shaggy, Crystal Castles und ein erfahrener House-Producer
im Studio getroffen und dann so richtig losgejammt hätten - schräges
Geschenk für alle, die die Silvester-Party noch nicht beendet haben.
- Die Tracks des Jahres 2009 tauchen hier "aus technischen Gründen"
erst am kommenden Montag auf, und ich tauche gleich wieder ab, weil
ich derzeit vollauf mit anderen Dingen beschäftigt und viel "auf
Achse" bin. Morgen dann - hoffentlich - wieder ein paar Zeilen
mehr...
Frankie Knuckles & The Shapeshifters ft. Jenna G.:
The Ones You Love (Original Mix)
Freitag, 1.1.2010
Nein, ich werde heute nichts Biographisches über
Frankie Knuckles (1. v. l.), den Godfather of House, seit 1972
an den Plattentellern aktiv und gerade mal gut vier Jahre jünger
als ich, vom Stapel lassen; und auch Simon Marlin und Max Reich aka
Shapeshifters sind so etwas wie lebende Legenden und oft genug
abgehandelt worden. Erwähnenswert ist höchstens, dass Knuckles
in den letzten Jahren ausschließlich mit Remixen hervorgetreten
ist und hier erstmals seit langer Zeit wieder als Producer aktiv war.
Und dass in die Produktion von "The Ones You Love", was die
meisten Downloadanbieter verschweigen, auch noch die großartige
Jenna G. aus Manchester involviert war, von der die Vocals stammen
und die bereits in der Vergangenheit mehrfach mit den Shapeshifters
(und vielen anderen namhaften Producern) zusammengearbeitet hat. - Erschienen
ist der heutige Track des Tages erstmals am 19. Oktober beim Shapeshifters-Label
Nocturnal Groove Digital und dann noch auf zwei Defected-Samplern, zuletzt
am 7. Dezember auf "Most Rated 2009". Sehr "amerikanische",
sehr von Knuckles geprägte Produktion, deren Grand Piano mich soundmäßig
stark an seinen Remix von "Blind"
(Hercules & Love Affair, 2008) erinnert - umwerfend gut und hoffentlich
nicht die letzte Zusammenarbeit dieses Dream-Teams. - Neben den gestern
erwähnten Suchmaschinen-Robots, die überwiegend zu den willkommenen
Gästen zählen, werden Websites leider auch von allerlei finsterem
Gesindel heimgesucht. Damit meine ich jetzt nicht den Spinner und Möchtegern-Proxy-Zauberer
aus dem nahen Moringen, der sich auf meinen Sites (...na gut, auf den
paar, die er kennt) täglich tummelt und noch gar nicht weiß,
dass für ihn gerade dunkle Gewitterwolken heraufziehen, sondern
andere Spider: die Spam-Harvester und Kommentar-Spammer. Kein Tag vergeht
ohne deren Besuch, und längst habe ich es aufgegeben, ihre IPs
zu sperren - endlos lang würde sonst die jeweilige .htaccess. Spam-Harvester
haben es auf eMail-Adressen abgesehen, die sie unermüdlich im Web
einsammeln (ernten) und an die dann ihre Programmierer bzw. die Leutchen,
an die diese das gesammelte Material verkaufen, ihre Spam-Mails mit
Viagra-Werbung etc. verschicken. Bei mir werden sie eher nicht fündig,
und bislang erfolglos waren auf meinen Websites auch die Kommentar-Spammer,
die Foren und Gästebücher mit automatisierten Einträgen
versehen - in denen es dann wiederum um Werbung für Versender von
Viagra und anderen Helferlein und Links zu allerlei obskuren Anbietern
geht. Verhindert werden derlei Einträge (derzeit noch) durch den
sogenannten Captcha-Code, eine als Grafik dargebotene und somit für
Robots nur schwer auslesbare Buchstaben-/Zahlenkombination, die User
vor dem Posten ihrer Beiträge eintippen müssen... - Ach ja
- ein frohes, gesundes, erfolgreiches etc. pp. 2010 wünsche ich
natürlich auch!
Wikipedia (deutsch) über Frankie Knuckles
Wikipedia (englisch) über Frankie Knuckles
Wikipedia (deutsch) über The Shapeshifters